Kürzlich wurden mehrere Rechner des Debian-Projekts kompromittiert unter Verwendung eines Debian-Entwicklerkontos und einer unbekannten root-Ausbeutung. Forensische Analysen deckten einen mit burneye verschlüsselten Exploit auf. Robert van der Meulen schaffte es, das Binärprogramm zu entschlüsseln, das eine Kernel-Ausbeutung ausnutzte. Die Red Hat- und SuSE-Kernel- und -Sicherheitsteams studierten den Exploit und deckten auf, dass ein Integer-Überlauf im brk-Systemaufruf verwendet wurde. Unter Verwendung dieses Fehlers ist es einem Userland-Programm möglich, den Kernel dazu zu veranlassen, Zugriff auf den gesamten Kernel-Adressraum freizugeben. Dieses Problem wurden im September durch Andrew Morton entdeckt, aber unglücklicherweise war es zu spät für das Kernel-Release 2.4.22.
Dieser Fehler wurde in Kernel-Version 2.4.23 für die Kernel-Reihe 2.4 und im Kernelcode-Baum 2.6.0-test6 behoben. Für Debian wurde dies in Version 2.4.18-14 des Kernel-Quellcode-Pakets, Version 2.4.18-12 für die i386-Kernel-Images und Version 2.4.18-11 für die Alpha-Kernel-Images behoben.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.